Reiten

Ich habe nun endlich gezielt nach einer Reitbeteiligung an meinem Traumpferd “einem Friesen” gesucht. Habe eine entsprechende Anzeige im Internet gefunden und dorthin eine Email geschrieben. Ich bekam rasch eine Antwort. Wir trafen uns und ich lernte Eddy kennen. Eddy ist ein Traumpferd. Ein Friese so wie man Friesen eben kennt.

Stockmaß ca. 1.65 m. lieb, verschmust, anhänglich. Ich bin total glücklich und habe prompt die Reitbeteiligung an diesem tollen Pferd bekommen. Ich wohne 5 Minuten vom Stall entfernt. Habe ein riesiges Ausreitgebiet “die Haard”. Ich freue mich jetzt schon. Die ersten Ausritte sind bestimmt toll. Für den Winter gibt es auch eine Halle. Ich bin überglücklich und fühle mich langsam wieder völlig ausgelastet.

Hier Fotos von Eddy. Es folgen bessere. Aber schon einmal vorab, damit Ihr ein Bild von Eddy habt.

Wir haben begonnen Eddy auszubilden. Wir arbeiten parallel mit ihm. Steffi macht die Bodenarbeit und ich versuche das ganze beim Reiten umzusetzen. Das ist sehr effektiv. Eddy lernt schnell und so lernt er parallel. Wir sind mit dem Erfolg sehr zufrieden.

Nach einem Wochenendseminar in Buldern „Gymnastizieren an der Hand“ war ich von dieser Art ein Pferd zu bewegen und auszubilden sehr beeindruckt. Ich bestellte mir folgendes Buch:

Gymnastizierende Arbeit an der Hand

Gymnastizierende Arbeit an der HandSchritt für Schritt zu Losgelassenheit und Selbstvertrauen

Oliver Hilberger
ausgezeichnet
Die Arbeit an der Hand in ihrer klassischen Form, wie sie heute noch zum Beispiel in der Wiener Hofreitschule praktiziert wird, ist im Alltag vieler Dressurreiter leider stark in den Hintergrund geraten und wird nicht selten als unnötig… mehr

2010, 159 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Maße: 17,2 x 24,2 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Dieses tolle Buch hilft uns bei der korrekten Ausbildung von Eddy. Wir sind froh, dass wir es haben. Somit haben wir Vorgaben, Abbildungen und Erklärungen, wie wir ihm etwas beibringen. Momentan haben wir begonnen Eddy Schenkelweichen bzw Seitengänge beizubringen. Dafür, dass er das überhaupt nicht kennt, macht er das gut und wir sind stolz auf ihn.
Wir bleiben natürlich dran und üben weiter, denn nur das ständige Arbeiten miteinander setzt das Üben erfolgreich ins Ziel um.
Hier noch ein paar Fotos von Eddy bei seiner liebsten Beschäftigung „dem wälzen“. Er mag das Wälzen nach der Arbeit.
 
 
 

Und weiter geht es mit Eddy

Erstellt am 27/03/2011 von ntschotschi

Nach dem heutigen aufstehen solltet Ihr daran denken die Uhren 1 Std. vorzustellen. Also raus aus dem Bett und Uhren umstellen. In der Zeit in der ich unter der Dusche stehe, läuft der Kaffee durch. Ich mag es, wenn ich aus der Dusche komme und die Wohnung riecht nach Kaffee. Mmmmhhhh…… da macht das aufstehen doch richtig Spaß. Okay, ab in die Küche und einen Kaffee genießen. Während ich mich mit dem Kaffee auf der Couch tummele und meine Mails checke, denke ich darüber nach, was ich heute mache. Ich werde bis Nachmittags Motorrad fahren, dann mit dem Moped zum Stall, denn auch heute wollen wir mit Eddy arbeiten und für das Turnier üben. Denn Schenkelweichen ist eine geführte wie auch gerittene Übung, die wir und Eddy beherrschen müssen. Na ja wir haben ja noch 7 Wochen bis dahin.

Gut, ich packe meinen Tankrucksack mit dem nötigsten, die ich später am Stall brauchen werde. Reithose, Schuhe, Halfter, Handschuhe, Schlüssel usw. Nun werde ich hier noch ein bisschen klar Schiff machen, Maschine Wäsche anstellen und die Spülmaschine und dann werde ich so langsam mich mal anziehen und meine kleine in der Garage fit machen. Das Wetter bietet sich ja an. Es ist sonnig und ich denke es wird auch noch wärmer. Herrlich ich freue mich so wahnsinnig. Vorgestern habe ich mal etwas im Internet gestöbert, da wird gezeigt wie das mit dem Schenkelweichen geht und wie man einem Pferd schonend Seitengänge beibringt. Finde ich total beeindruckend. Denn ich habe auch gelesen, dass ganz viele Pferde das gleiche Problem haben wie Ed. Er geht auf einer Hand das Schenkelweichen ganz sauber und auf der anderen Hand kreuzt er statt vorn nach hinten und stolpert so. Also bin ich abgestiegen und habe es vom Boden versucht, das hat besser geklappt. Denn man sollte das Schenkelweichen erst vom Boden dann vom Pferd aus versuchen. Vom Boden kann man auf die Bewegungen des Pferdes besser einwirken und ihn stellen wenn es nicht klappt. Also bei uns geht es vom Boden auf jeden Fall besser und ist auch einfacher. So soll es aussehen Video Schenkelweichen  am Boden.

Heute nehme ich meine kleine Taschenkamera mit Stativ mit und mache mal Videoaufnahmen, um zu sehen, wie das ganze so aussieht. Damit man dann auch korrigieren kann. Solche Aufzeichnungen haben wir damals bei dem WE-Seminar auch gemacht und diese anschließend besprochen. Das hilft, denn nur wenn man seine Fehler sieht und erkennt, kann man sie abstellen. Ich werde über den Erfolg berichten. Nun mache ich mich auf den Weg zur Garage Smiley

………Fortsetzung folgt…….

Fortsetzung……..

an der Garage angekommen, ist es Mittag, die Sonne scheint und es ist warm. Ich freu mich nun den Sound meiner kleinen zu hören und auf das Krusen. Also schnell ist der Tankrucksack mit den Reitutensilien auf dem Moped verstaut. Dann anwerfen und warm laufen lassen. Allein der Sound ist genial. Okay, Garage abschließen und los geht es. Ich überlege mir, ich fahre am Stall vorbei (liegt sowieso auf meiner Strecke) dann lade ich für später den Tankrucksack dort ab und kann ungehindert Moped fahren. Denn so am Anfang der Saison direkt mit Gepäck usw. ist nicht so toll. Also kurzer Stopp am Stall, Tankrucksack runter und dann weiter. Meine Strecke zum Pütt führt über die “Kaninchen fang Strecke” (wir nennen sie so, da sie durch den Wald geht und dort viele Tiere unterwegs sind). Dennoch es sind viele frustrierte Winterfahrer unterwegs. Der Winter war lang und alle sind heiß aufs fahren. Ich entschließe mich total relaxt zu fahren, da ich mich an meiner ersten Ausfahrt nicht gerade Tod fahren will. Ich will die Fahrt in der Sonne genießen und nach dem langen Winter langsam wieder rein kommen. Also setzte ich meine Fahrt fort. Ich genieße die Fahrt und die Sonne. Dann komme ich langsam Richtung Haltern am See und es wird voll. Hier in Haltern ist die Hölle los, aber ist ja immer bei schönem Wetter. Ich nähere mich dem Lake Side Inn und dort auf einmal hängt sich eine rot/weiße R1 hinter mich. Einen rot/weißen Kombi. Ich sehe in den Rückspiegel und er ist immer hinter mir. Jeder Versuch ihn zum Überholen zu bewegen scheitert. Er bleibt schön hinter mir. Normalerweise fahre ich mittlerweile wenig hier Motorrad, da ich mit Ansgar viel in der Eifel usw. unterwegs bin. Aber Ansgar ist ja noch in Amerika. Somit habe ich mal wieder Heimspiel. Also ich kann die R1 hinter mir nicht abwimmeln. Ich drücke leicht aufs Gas und setzte meine Tour fort. Langsam kommt mir in den Sinn, könnte es Matthias sein? Mmmmhhhh….. ich weiß nicht. Dann gehe ich davon aus, dass auf meiner alten Haus und Hofstrecke immer noch 100 km/h erlaubt sind und fahre 110 km/h. Am Drügen Pütt angekommen, parke ich ein und lasse dem hinter mir noch so viel Platz, dass auch er da hinein passt. Dann nehme ich den Helm ab und jemand neben mir (der R1 Fahrer) sagt hallo Sandra. Ich bin platt. Drehe mich zu ihm um und er stellt sich vor. Es ist Matthias, ein Freund von Ansgar. Okay wir unterhalten uns. Er sagte mir dass auf meiner Haus und Hofstrecke nur noch 70 km/h erlaubt sind und ich mich nicht im Rahmen des möglichen bewege, so wie ich denke. Denn ich und auch er brauchen den Führerschein. Okay ist mir neu das dort 70 km/h sind, haben die bestimmt mit der Verbreiterung der Straße eingeführt, damit dort nicht gerast wird. Werde ich mich dran gewöhnen müssen.

Am Pütt ist die Hölle los, schönes Wetter, viele Wintermüde Mopedfahrer und viele drehen Gas. Das ist gefährlich. Aber auch die Polizei ist Vorort und hat einen Stand. Mit Videoaufnahmen. Man soll sich langsam an die Saison annähern und weder sich noch sein Moped unterschätzen noch überschätzen. Ich habe dann noch einige Bekannte getroffen, die ich lange nicht gesehen habe. Ein toller Tag. Mir geht es richtig gut. Ich atme durch und genieße das Wetter. Dann fahre ich wieder los und mit einer kleinen Tour zum Stall, erreiche ich meinen kleinen schwarzen Liebling. Ich bin am Stall. Steffi ist bereits da, Christina auch. Ich steige ab, wechsle meine Motorradkleidung gegen meine Reithose und baue mit Steffi den Bodenarbeitsparkour auf. Dann geht es los. Ich packe meine Hosentaschenkamera heraus und filme die Bodenarbeit, damit wir die Fehler besser sehen und diese gezielt korrigieren können. Denn in 7 Wochen wollen wir an einer Art Turnier teilnehmen. Bis dahin muss er zumindest Schenkelweichen ohne Gerte und Leckerli können. Ich weiß noch nicht ganz genau, wie ich ihm das beibringen und erklären soll. Er macht Fortschritte, aber in 7 Wochen das auf Körpersprache perfekt können, na ich weiß nicht. Mal sehen vielleicht passiert ja ein Wunder.

Die Bodenarbeit habe ich jedenfalls als erfolgreich empfunden. Man muss einfach nur wissen, wie man einem Tier etwas beibringt. Für mich ist das eigentlich nichts neues, da ich fast immer nur mit schwierigen Pferden gearbeitet habe. Und Steffi, Sie hat einen mobilen Hundesalon (Steffi´s Hunde). Sie arbeitet auch mit Tieren, daher stellt das für uns beide kein Problem dar.  Wir sind stolz. Ich soll noch reiten, aber aufgrund der Bodenarbeit bin ich so groggy, dass ich ihn wieder auf den Paddock werfe und das Reiten auf morgen verschiebe. Ich muss schließlich noch mit dem Moped noch nach Hause. Die Unfallgefahr durch Schwäche und Müdigkeit nehme ich nicht in Kauf. Wir sind am Anfang der Saison, ich muss mich erst einmal wieder an die Belastung gewöhnen, so mal ich in den letzten Tagen mit dem Jet-Leck zu kämpfen hatte. Also alles piano. Morgen wird auch mal nicht gearbeitet mit Ed, da ich ihn nicht überfordern möchte. Es muss einfach auch mal wieder ein ganz normaler relaxter Ausritt in der Haard möglich sein. Christina und ich sind zum Ausritt verabredet. Ich freu mich. Am Mittwoch wird wieder geübt. So nun versuche ich Euch noch ein Teil des Videos zu schneiden, damit Ihr schon einmal sehen könnt, wie es bisher aussieht. Zu bedenken gebe ich, wir haben erst 3 mal mit ihm geübt. Dafür finde ich es toll.

Bodenarbeit mit Eddy

Nun bin ich wieder zuhause. Ich habe Hunger und mache mir eine Kleinigkeit zu Essen. Seit ich wieder Zuhause bin habe ich mittlerweile 3 Kg abgenommen und einiges muss noch runter. Daher gibt es etwas leichtes. Ich schiebe eine Fischauflauf in den kleinen Ofen. Stelle ihn auf 45 Min ein und fange an das Gemüse zu putzen. Dazu brate ich in Butter und Knoblauchöl Spargel und Zwiebel an, dazu gebe ich Blattspinat. Dann noch Chinesische Gemüsepfanne und alles wird abgeschmeckt. Dazu gibt es ein Glas Rotwein (weißen habe ich leider nicht da Trauriges Smiley ). Ich genieße mein Menü, dann wird gebloggt und ich bereite die Sachen für meinen Arbeitstag morgen vor. Der Tag war toll. Ich bin wohlig k.o. Während ich Esse läuft im Fernsehen “Ghost” Nachricht von Sam. Ich sehe nur noch die letzten 20 Minuten. Das traurige Ende erinnert mich schnell an Ansgar und ich werde wieder traurig. Er ist so weit weg und ich vermisse ihn. Ich unterdrücke die Tränen. Aber er ist glücklich, also verdränge ich die Gedanken und versuche mich wieder abzulenken. Der Tag war einfach zu schön um ihn in Trübsal zu beenden. Morgen wartet wieder ein anstrengender Arbeitstag und abends Eddy auf mich. Danach falle ich Tod ins Bett. Ich werde wenig Zeit haben nachzudenken, obwohl ich mich zwischendurch immer wieder dabei erwische. Ich Liebe ihn nun mal, somit leidet man vor sich hin. Aber auch das werden wir überleben und die Zeit ist hoffentlich bald vorbei.

Ich freue mich schon, wenn wir wieder gemeinsam eine Tour durch die Eifel krusen Smiley Also bis bald ich werde erneut von Zeit zu Zeit berichten.

Hier eine Recherche über Schenkelweichen aus dem Internet, die ich zufällig gefunden habe:

Schenkelweichen ist die erste Seitwärtsbewegung die Pferd und Reiter lernen. Dabei gehört das Schenkelweichen nicht zu den klassischen Seitengängen, da das Pferd beim Schenkelweichen nicht gebogen wird. Dennoch eignet sich diese Lektion gut, um dem Pferd die seitwärts-treibenden Hilfen beizubringen und den Gehorsam zu überprüfen.

Beim Schenkelweichen macht das Pferd eine Vorwärts-Seitwärtsbewegung, bei der die Pferdebeine nicht gekreuzt werden. Das Pferd ist bei dieser Lektion in sich gerade und gegen die Bewegungsrichtung gestellt.

Wollen Sie das Pferd dem linken Schenkel weichen lassen, stellen Sie das Pferd nach links. Der linke Schenkel treibt das Pferd nach rechts und der rechte Zügel fängt die Vorwärtsbewegung ab. Der linke Zügel erhält die Stellung und der rechte Schenkel liegt verwahrend hinter dem Gurt und verhindert so, dass das Pferd über die rechte Schulter

ausweicht. Das Gewicht ist nur leicht nach links verlagert.

Schenkelweichen, nicht ganz korrekt

Das Pferd soll etwa im 45 Grad Winkel nach rechts vorwärts-seitwärts treten. Das rechte Beinpaar tritt dabei seitwärts, das linke vorwärts. Wird der Winkel zu steil, klappt dieses Bewegungsmuster nicht mehr und das Pferd verliert die Vorwärtstendenz und damit den Takt. Ist der Winkel zu flach, fehlt die Seitwärtstendenz und das Pferd reagiert nicht richtig auf den seitwärts-treibenden Schenkel.

Wollen Sie das Pferd dem rechten Schenkel weichen lassen, drehen Sie die Hilfen einfach um. Der rechte Schekel treibt das Pferd dann gegen den linken abfangenden Zügel. Der rechte Zügel erhält die Stellung und der linke Schenkel liegt verwahrend am Pferdebauch.

Am Anfang sollten Sie Schenkelweichen immer mit dem Kopf zur Bande reiten. Dazu reiten Sie von der Mitte der kurzen Seite gerade auf den Zirkelpunkt zu, stellen das Pferd nach außen und lassen es dem äußeren Schenkel weichen. Die Bande dient als Begrenzung. Durch den Weg haben Sie den richtigen Winkel zur Bande schon vorgegeben und tun sich leichter, dem Pferd klar zu machen, was Sie von ihm wollen.

Bei jungen Pferden sollten Sie den verwahrenden Schenkel erst einmal weglassen und das Bein nur locker herunterhängen lassen. Wichtig ist in diesem Fall erst einmal, dass das Pferd das Prinzip des seitwärts-treibenden Schenkels versteht. Der verwahrende Schenkel könnte das Pferd verwirren. Er kommt erst dann zum Einsatz, wenn das Pferd sicher verstanden hat, was Sie von ihm wollen.

Klappt es gut an der Bande, dem äußeren Schenkel weichen zu lassen, steigern Sie die Anforderungen und lassen das Pferd an der Bande dem inneren Schenkel weichen. Dazu wenden Sie von der Bande wie zum Durch die ganze Bahn wechseln ab und lassen das Pferd dann an der Bande entlang dem inneren Schenkel weichen. jetzt muss das Pferd nicht nur auf den seitwärts-treibenden Schenkel reagieren, sondern sich auch mit dem äußeren Zügel abfangen lassen.

Damit wird die Übung für Pferd und Reiter deutlich anspruchsvoller. Steigern lässt sich das Ganze noch, indem Sie das Pferd auf der Mittellinie einem Schenkel weichen lassen. So fällt die Stütze der Bande komplett weg.

Das Schenkelweichen bietet eine gute Möglichkeit zu überprüfen, wie gut die einzelnen Hilfen ankommen. Durch die Art, wie sich das Pferd entzieht, verrät es welche der Hilfen fehlt oder nicht ankommt.

Rennt das Pferd nur nach vorne weg, statt seitwärts zu treten, hat es noch nicht verstanden, dass der Schenkel nicht nur Vorwärts bedeutet. In diesem Fall sollten sie auf jeden Fall dem äußeren Schenkel weichen lassen und das Pferd eventuell mit einem energischen Klopfen mit dem Schenkel seitwärts treiben. Schon ein oder zwei Tritte seitwärts sollten Sie überschwänglich loben. So machen Sie dem Pferd klar, das es etwas Richtiges gemacht hat. Das Prinzip seitwärts wird dem Pferd dann schnell klar.

Klappt das gar nicht, ist ein Helfer am Boden sinnvoll. Er führt das Pferd von außen und schiebt beim Schenkelweichen die Hinterhand des Pferdes in Richtung Bahnmitte. Auch hier gilt: Schon für kleine Schritte in die richtige Richtung loben und auf alle Fälle die Ruhe bewahren. Wird das Schenkelweichen für das Pferd zum Stress, wird es diese Lektion auch in Zukunft nur unwillig ausführen. Außerdem lernen gestresste OPferde deutlich langsamer und schwerer.

Wird der Winkel zur Bande zu steil und das Pferd geht nur noch seitwärts, fehlt der verwahrende Schenkel und der stellende Zügel ist zu stark angenommen. Als Korrektur sollten Sie vermehrt auf die Vorwärtstendenz achten und mit dem stellenden Zügel bewusst nachgeben. Wird das Pferd trotzdem noch zu steil, schubsen Sie es mit dem verwahrenden Schenkel vorwärts, so dass es geradeaus weiter läuft. Nach ein paar Mal korrigieren, sollte das Pferd den Winkel besser halten.

Lassen Sie das Pferd dem äußeren Schenkel weichen klappt das zwar gut, aber wenn Sie das Pferd dem inneren Schenkel weichen lassen wollen, läuft das Pferd einfach geradeaus weiter. Ist das der Fall, versteht das Pferd die abfangende Zügelhilfe am äußeren Zügel nicht. Zum Üben sollten Sie viele Schritt-Halt-Paraden reiten und das Pferd auf dem zweiten Hufschlag, dem äußeren Schenkel weichen lassen. So hat das Pferd zwar eine optische Begrenzung, Sie können aber dennoch die Reaktion auf den abfangenden Zügel testen. Erst wenn das gut klappt, lassen Sie das Pferd wieder dem inneren Schenkel weichen.

Auf dem Turnier wird Schenkel weichen in Form von Dressur: Viereck verkleinern und vergrößern abgefragt. Dabei muss das Pferd von der Bande weg und wieder zurück dem Schenkel weichen.

QuantcastDas Reitturnier (O-Ritt vom VFD) am 15.05.2011
Erstellt am 22/05/2011 von ntschotschi

Es ist Sonntag morgen und ich muss früh aufstehen. Obwohl ich mich nicht gut fühle, mache ich mich fertig und fahre zum Stall. Die ganze Geschichte gibt es hier.

Erster Show-Ritt von Eddy

Erstellt am 22/06/2011 von ntschotschi

Heute ist wieder Reiten angesagt. Ich fahre zum Stall, es ist 10.30 Uhr und die Sonne scheint. Die Laune ist gut und ich freue mich auf den Ritt. Bewaffnet mit Stativ und Kamera (P7000 von Nikon) geht es los. Heute nehmen wir das Reiten mal auf, damit wir sehen, was Eddy gelernt hat und wie korrekt er es umsetzt und woran wir weiter arbeiten müssen. Das Video zu Eddy´s Ausbildungsstand vom 19.06.2011 findet Ihr hier.

Futter fürs Pferd

Erstellt am 31/07/2011 von ntschotschi

Sogenanntes Raufutter ist der wichtigste Bestandteil bei der Pferdefütterung!

Was und wie viel Futter ein Pferd zu fressen bekommt ist ein entscheidender Faktor für die Gesundheit und die Leistungsbereitschaft des Pferdes. Pferdefutter ist allerdings mittlerweile ein weites Feld, auf dem es viele verschiedene Ideologien gibt. Als einstige Steppenbewohner ernährten sich unsere Pferde überwiegend von Gräsern und Kräutern. Bei der heutigen Haltung kommen Heu, Heulage, Silage und Stroh als rohfaserreiche Futtermittel zum Einsatz. Das brauchen unsere Pferde auch. Warum, dass erfahrt Ihr jetzt.
Hier gibt es den ganzen Artikel.

Speichelfluss beim Pferd?
Hier gibt es den ganzen Artikel.

Vorwärts-Abwärtsreiten

hier ein kleines Video zum Vorwärts/Abwärtsreiten

Unter Vorwärts-Abwärts wird eine Haltung des Pferdes verstanden, bei der es in der Oberlinie eine entspannte Dehnungshaltung einnimmt. Der Hals des Pferdes wölbt sich in Verlängerung der Rückenlinie nach unten, das Pferd tritt weiter schwungvoll an die Hand heran. Die Stirnlinie des Pferdes kommt dabei etwas weiter vor die Senkrechte. Dabei sollten die Nüstern niemals tiefer am Boden sein, als auf Höhe des Buggelenkes; also dem seitlich gesehenen vordersten Punkt der Brust („Taucherstellung“ nach Egon von Neindorff).

Vorwärts-Abwärts werden Pferde vor allem zum Beginn oder am Ende einer Trainingseinheit geritten, um sie aufzuwärmen bzw. nach getaner Arbeit wieder zu entspannen. Diese Haltung ist für das Pferd sehr gesund.

Auch junge Pferde sollen häufig Vorwärts-Abwärts geritten werden, da sie so die Balance besser halten können und sich die für das Tragen eines Reiters benötigte Rückenmuskulatur ausbilden kann.

Gefahren des Vorwärts-Abwärts

Erich Kotzab, Über die Versammlung des Pferdes Seite 45 schreibt: Es wird immer postuliert, dass die Arbeit Vorwärts-Abwärts für die Rückenmuskulatur von Vorteil wäre. Einige Pferde finden danach aber nicht mehr zur korrekten Aufrichtung. Man kann sich also nicht oft genug vergegenwärtigen, dass die Arbeit Vorwärts-Abwärts nun einmal die Gefahr in sich birgt, die Wirbel näher aneinander rücken zu lassen. Dadurch entsteht aber ein erhöhtes Risiko der oben beschriebenen Wirbelkompression.

Definition nach HDV 12/37

Seite 146ff: Das Pferd muß dabei mit nach vorn gedehntem Hals, die Kammlinie leicht nach oben gewölbt, und vorwärts-abwärts gerichteter Nase völlig entspannt dahingehen und darf nicht eiliger treten.

(Quelle: Wikipedia)
 

Schulterherein

  

Schulterherein, aus dieser Perspektive allerdings nicht gut erkennbar

 Hier ein Video zum Schulterherein im Schritt reiten

Abstellung und Hufschlaglinien beim Schulterherein

Das Schulterherein (engl. shoulder-in, frz. épaule-en-dedans) gilt in der klassischenReitkunst als eine der Schlüssellektionen. In den Richtlinien heißt es dazu:

Das Schulterherein ist die grundlegende Lektion der weiterführenden dressurmäßigen Ausbildung, da sich in dieser Übung viele Eigenschaften des richtig gerittenen Pferdes widerspiegeln.

Bei diesem Seitengang wird die Durchlässigkeit überprüft, also inwieweit das Pferd auf die Hilfen reagiert. Alle anderen Seitengänge sind „Ergebnis und Vervollkommnung des Schulterherein“.

Durchführung

Die Hinterhand bleibt auf dem Hufschlag, die Vorhand wird in die Bahn hineingeführt, bis der äußere Vorfuß und der innere Hinterfuß aufeinander eingespurt sind, so dass das Pferd auf drei Hufschlaglinien geht. Im Genick ist das Pferd leicht gestellt, aber der Hals bleibt – wie man auch der Zeichnung entnehmen kann – fast gerade, und die einzige Biegung erfolgt in den Rippen. Dadurch ergibt sich ein „Abstellungswinkel vom Hufschlag (…) von etwa 30°“. Der innere vorwärts-seitwärts treibende Schenkel liegt am Gurt und sorgt für die Rippenbiegung sowie die vermehrte Aktivierung des inneren Hinterfußes. Der äußere verwahrende Schenkel verhindert das Ausfallen des äußeren Hinterfußes. Die Hinterfüße spuren parallel, während die Vorderfüße kreuzen.

Die Gewichtsverteilung des Reiters erfolgt durch seinen Sitz, wobei in der deutschen Schule „innen“ mehr Gewicht liegen soll, in der iberischen und französischen Schule hingegen „außen“. Abstellung und Versammlung des Pferdes werden in erster Linie durch den äußeren Zügel und den inneren Schenkel beeinflusst. Der äußere Zügel führt das Pferd außerdem in die gewünschte Richtung und verhindert eine zu große Abstellung oder ein Ausfallen über die äußere Schulter.

Schulterherein dient der Gymnastizierung der Hinterhandmuskulatur und fördert damit das Vermögen des Pferds, sein Gewicht vermehrt mit den Hinterbeinen tragen zu können. Es kann auf geraden und gebogenen Linien geritten werden, wobei entsprechend der gymnastischen Zielsetzung darauf zu achten ist, dass das „innere“ Hinterbein unter den Rumpf tretend Last aufnimmt und nicht das Pferd versucht, sein Gewicht vermehrt mit dem außeren Vorderbein zu tragen (das sogenannte Fallen auf die äußere Schulter, spürbar an einem Absinken des Vorderbeins bei seinem Aufsetzen).

Ist die „seitliche Durchlässigkeit auf eine hohe Stufe gebracht“, bietet sich der „Galopp im Schulterherein“ an, um die „Biegsamkeit und Geschmeidigkeit des ganzen Pferdes und besonders der federartigen Tätigkeit des inneren Hinterbeines“ zu fördern.[5]

Konkurrierende Schulen

Während in der Reitlehre der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) das Schulterherein erst ab Lektionen der Schwierigkeitsstufe M abgefragt wird, wird es in der klassischen Reitlehre schon sehr früh in der Ausbildung eingesetzt. Es hat sowohl eine versammelnde als auch eine lösende Wirkung. Betrachtet man ein Pferd im Schulterherein von vorn oder hinten, so sieht man es gebogen auf mehreren Hufschlägen gehen; die Deutsche Reitlehre verlangt wie gesagt drei (d.h. die mittleren, diagonalen Beinpaare decken sich optisch), andere Reittraditionen, wie etwa die der Wiener Spanische Hofreitschule, führen diese Lektion auch auf vier Hufspuren (= zwei Hufschläge) aus.

(Quelle: Wikipedia)

Eine Antwort zu Reiten

  1. lea- sophie Kaiser schreibt:

    Deine Seite gefällt mir sehr gut. Deine Ponys find ich ur süß. LG

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