2. Anreise-/ Weiterreisetag

Morgens als ich wach werde fühle ich mich ziemlich gerädert. Ich hatte eine ziemlich unruhige Nacht. Bis gestern Abend war alles gut, dann bin ich in das Taxi gestiegen und der hatte die Klimaanlage so kalt stehen und die pustete mir direkt auf den Hals, zudem war ich nass geschwitzt. Hier herrschen ziemlich krasse Temperaturen. Dann noch die Eile und das Gepäck. Nach dem guten Essen gestern Abend bin ich dann um 22.30 Uhr Ortszeit ins Bett und habe gut geschlafen bis ich wach wurde. Es war gerade mal 1,5 Std. später. Okay. Dann bemerkte ich die leichten Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Druck auf der Stirn, Nase leicht dicht. Okay dachte ich das wird doch keine Erkältung werden. Dann begann Schüttelfrost und Schwitzen abwechseln. Ich nahm eine Kopfschmerztablette. Ich konnte dennoch nicht wieder einschlafen und begann die Fotos für meinen Anreisetag zu bearbeiten. Ich schrieb den Artikel fertig und legte mich wieder ins Bett. Mittlerweile war es 02.30 Uhr. Ich schlief dann bis Morgens gegen 06.00 Uhr. Ich werde vor lauter Hunger wach, mir ist ganz schlecht vor Hunger und immer noch habe ich Druck auf dem Kopf und die Nase leicht dicht. Irgendwie fühle ich mich erkältet, Schwäche in den Gliedern. Okay die Klimaanlage von gestern hatte es in sich. Ich überlegte was zu tun ist, denn das kann ich jetzt gar nicht gebrauchen.

Ich suchte in meiner Tablettenbox und fand ein Antibiotikum. Super das nehme ich bevor ich hier zum Arzt muss. Das ist zwar mit Kanonen auf Spatzen schießen aber egal.

Danach dusche ich und ziehe mich an. Ich werde zum Cocos gehen und erst einmal frühstücken. Gesagt getan, ich als auf zum Cocos. Als ich aus dem Hotel (Hooters) kam, erschlug mich fast schon die Hitze. Es ist 06.30 Uhr und hier ist es schon unerträglich warm. Das kann ja ein Tag werden. Mich blendet die Sonne, da bemerke ich, dass ich die Brille und nicht die Sonnenbrille auf habe. Okay das muss für die paar Meter mal so gehen. Kurze Zeit später sitze ich mit einer Tasse gutem Kaffee am Tisch. Ich trinke insgesamt 3 Tassen Kaffee, der ist hier so lecker und danach geht es langsam besser. Schön ist, das Personal kommt ständig mit der Kanne Kaffee vorbei und schenkt Kaffee nach. Ich bestelle mir ein California Sandwich (gefüllt mit Käse und Avocados). Ich mag ja die Avocados nicht, aber im Omelett schmecken diese richtig gut. Drei Amerikaner sitzen am Nachbartisch und lächeln freundlich rüber. Der eine fragt, wie es mir geht. Ich sagte ihm nicht so gut, ich hätte schlecht geschlafen, hätte Kopfschmerzen und müsse mich erst an die Hitze hier gewöhnen, bei uns wäre es viel kälter und nicht Sonnig. Hier erwarten mich heute 13 Std. Sonne. Nachdem ich gestärkt bin geht es zurück zum Hotel und ich muss meine Sachen wieder vernünftig einpacken für den Weiterflug heute Nachmittag. Ich denke ich lege mich noch einen Moment ins Bett und relaxe bis es losgeht. Ich muss das Zimmer erst um 12.00 Uhr räumen. Bis dahin kann ich noch im gekühlten Zimmer liegen und Fernsehen. Ich schaue gern Amerikanisches Fernsehen, so lerne ich die Sprache am besten, wenn immer wieder geredet wird. Noch verstehe ich nicht alles, aber ich denke das kommt in den nächsten Tagen. Also gestern hat das ausgezeichnet geklappt und ich fühle mich nach ewigem nicht englisch sprechen schon wieder viel sicherer in der englischen Sprache. Heute Abend werde ich dann, wenn alles gut geht in Billings Montana sein. Dort bewohne ich das Best Western. Mit den Best Western haben Ansgar und ich hier in Amerika gute Erfahrungen gemacht. Die sind durchgehend in Ordnung und gehören zur Mittelklasse. Sie gehören nicht zu den günstigen Hotels und bieten schon einen gewissen Standard. Komisch, egal in welcher Stadt man hier ist, die Best Western sind irgendwie alle gleich vom Service, Angebot und Personal, aber gut, freundlich und sauber.

Wenn ich am Flughafen bin, werde ich erneut berichten. Mal sehen wie das heute mit dem Check-Inn und dem Flug klappt.

Sodale, da bin ich wieder. Nicht nur am Flughafen, sondern auch schon auf die Maschine nach Billings eingecheckt. Ich habe um 11.30 Uhr im Hotel ausgeheckt und das ging schneller als erwartet. Eigentlich sollte ich ja Kaution zurückbekommen, auf Nachfrage, was nun mit dem Geld ist wurde mir erklärt, dass es auf die Kreditkarte zurückgebucht wird. Mal sehen wenn ich zurück bin. Also raus aus dem Hotel und rein ins Taxi. Der Taxifahrer ist sehr nett (diesmal ein älterer Mann) fragt wohin. Ich sagte ihm, Flughafen, Domestic Flight, Terminal 1. Er fragte welche Airline. Ich nannte ihm die Airline und er sagte, ja ist Terminal 1. Habe ich mir doch alles gut gemerkt, die verschiedenen Terminals und Abflüge und Gate´s 🙂 Ich komme meinem Meetingpoint immer näher, jeppeeeeee. Der Taxifahrer setzt mich direkt vor dem Check-Inn-Schalter der Airline ab. Dieser befand sich außerhalb vom Gebäude. Ein netter Mitarbeiter winkte mich heran und sagte, ich wäre zu früh. Ich solle in einer Stunde wiederkommen. Ich kann ab 4 Stunden vor dem Abflug erst einchecken. Okay, besser zu früh als zu spät, ich wusste ja nicht wie das hier läuft mit den Inlandflügen. Das läuft total reibungslos. Also setzt ich mich in das klimatisierte Gebäude und checke meine Emails und chatte auf Facebook. Um 13 Uhr bin ich wieder bei dem freundlichen Mitarbeiter. Er erkennt mich sogar wieder. Er checkt mich ein und gibt mir die Bordkarte. Nun gehe ich ohne Gepäck in das Gebäude und suche das Gate. Dies ist ganz einfach zu finden. Gegen meine Bauchweh und die Übelkeit besorge ich mir erst einmal eine Coca Cola und ein Wasser. Vielleicht trinke ich momentan auch einfach nicht genug. Das ist bei diesem Klima hier wichtig. Hunger habe ich kaum noch. Wenn ich ans Essen denke wird mir eher schlecht. Ich beobachte hier mal so die Leute, die hektisch an mir vorbeilaufen.

Ich dachte immer ich bin dick, aber da gibt es hier ganz andere mit einem Selbstbewusstsein, „Holla die Waldfee“. Gegen die bin ich Vollschlank wie mit einer Konfektionsgröße 32 🙂

Ich bloggen noch ein bisschen und werde zusehen, dass ich heute einfach mal mehr trinke. Die 600 ml. Flasche Cola habe ich gleich schon weg und meinem Magen geht es besser. Ich denke es ist besser als alle Medikamente dieser Welt. Dann muss ich nur noch das Wasser schaffen 🙂 Zwischendurch mache ich noch ein Foto von der Skyline Las Vegas.



Später stelle ich fest, dass ich mal wieder die vorgenommene Wassermenge nicht geschafft habe. Ich bin natürlich wie immer viel zu früh dran L aber es gibt hier eine Menge zu sehen und hören. Ich höre den Amis bei den Gesprächen zu, damit ich die Umgangssprache weiterhin lerne und verstehe. Ich verbringe mehrere Stunden am Gate und warte und warte und warte. Irgendwie ist am Gate Aufregung, alle werden weggeschickt zu einem anderen Gate. Super ich habe mal wieder keine Ahnung worum es geht. Ich versuche mein Ticket zu lesen, aber auch das bereitet mir Schwierigkeiten. Ich suche mir Hilfe. Er sagt, ich wäre richtig aber viel zu früh, die Gate-Änderung beträfe nur den Flug nach Texas. Okay also weiter warten. Langsam wird es auch bei mir am Gate voller und eigentlich sollte die Maschine langsam kommen. Aber das tut sie nicht. Okay, jetzt bin ich so weit gekommen und jetzt soll es nicht weiter gehen? Ich über mich weiterhin in Geduld, wenn ich eins gelernt habe, dann sitzen und abwarten. Alles nur keine Panik. Dann wird am Gate der Flug nach Billings angeschlagen. Erneut nehme ich mein Ticket und kontrolliere es. Dann das nächste, ich habe eine ganz andere Flugnummer, als angeschlagen. Mmmmhhhhh……., ich werde gleich Wahnsinnig. Ich frage einen Angestellten der Airline und dieser sagte thank you und versuchte die richtige Flugnummer einzugeben. Vergebens, aber ich war schon mal richtig. Aber die Maschine fehlte immer noch. Zur eigentlichen bording-time ist das Flugzeug immer noch nicht da. Dann kommt die Maschine endlich. Die Passagiere steigen aus und wir ein. Da stellte ich fest, dass ich so eine Art 1. Klasseticket habe (Group PB). Das ist sowas wie Premium Compfort. Ganz vorne in der Maschine mit viel Platz. Ich steige als erstes in das Flugzeug J. Dann warten wir auf den Abflug. Wieder vergeht endlos Zeit, ohne das sich die Maschine in Bewegung setzt. Das Personal läuft aufgeregt durch die Maschine. Es sind 106 Personen gebordet und 108 an Bord. Irgendwie waren wir 2 mehr als wir sollten. Wie das passiert ist, konnte sich keiner erklären. Es wurde gezählt, gezählt, gezählt ….. usw. und es wurden nicht weniger. Na gut durch zählen reduziert sich die Personenzahl nun mal nicht. Nachdem das Personal 30 Minuten versuchte das Problem zu lösen, hatte der Kapitain eine zündende Idee. Er sagt per Bordlautsprecher durch, dass dieser Flug nach Billings Montana ginge, er wiederholte es. Es mussten ja 2 Personen an Bord sein, die nicht auf diesen Flug gehörten.

Und siehe da, es standen ganz hinten zwei Blondinen auf und kamen nach vorn. Sie hatten nicht bemerkt, dass sie in der falschen Maschine waren und hörten dem Personal auch die ganze Zeit nicht zu. Unter schallendem Gelächter verließen die Beiden das Flugzeug. Sowas ich mir auch noch nicht passiert. Dann kam die Durchsage, dass es gleich losgehen würde. Endlich mit 1 Std. Verspätung hoben wir ab. Super das kann was werden, wäre sowieso schon zum Spät-Check-Inn erst im Hotel nun wird es noch später. Der Flug geht irgendwie schnell vorüber. Dann kommt eine Durchsage des Flug-Kapitains, wie immer viel zu schnell und durch die Geräusche des Flugzeugs unverständlich. Super und was war es, habe Bruchstücke verstanden. Irgendetwas unerwartetes am Flughafen und bei der Gepäckausgabe. Irgendeine Gruppe ist dort, die nach Washingten DC zurück muss. Ich lasse mir das nochmals von meiner Flugnachbarin erklären. Wir landen und steigen aus. Ich beschloss mich an die Fersen meiner Flugnachbarin zu heften, schließlich musste Sie ja auch zum Gepäck. Als wir den Umweg gingen, habe ich es verstanden. Dort war eine Veranstaltung von Kriegsveteranen und dort spielten Schotten Dudelsack.


Okay dann gab es irgendwann das Gepäck. Schnell machte ich mich aus dem Gebäude und hatte mich erkundigt, wo es Taxis gab. Aus dem Parkplatz und wenn keines da ist dann sollte ich das Telefon nehmen (Im Gebäude und kostenlos) und direkt bei der Zentrale eines bestellen. Super! Auf dem Parkplatz war natürlich kein Taxi, also bin ich zurück und suchte das Telefon. Gleichzeit ging die Veranstaltung zu Ende und die Massen an Menschen wollten auch weg. Ich fand das Telefon und sah auf die große Tafel vor mir, dort standen bei den entsprechenden Firmen, Hotels usw. die Nummern dazu. Ich wählte die 22. Das Taxiunternehmen nahm nicht ab. Toll. Ich versuchte es insgesamt 3x. Dann nahm jemand ab. Ich erklärte ihm ich wäre am Flughafen und wolle zum Best Western im Norden der Stadt 1.St Avenue. Er sagte 5 Minuten. Ich wartete und wartete, und wartete. Langsam bekam ich Panik, denn fast alle waren weg und ich stand immer noch dort. Es fuhr eine Polizeistreife vorbei. Ich war drauf und dran mich an die Polizei zu wenden. Dann fragte ich einen Mann vor Ort, wo der Haltepunkt für die gelben Taxis sei. Er zeigte mir den Punkt, jeder schickte mich wo anders hin. Dann sahen wir ein Großraumtaxi. Leider war es besetzt. Der nette Mann fragte, ob er voll sei oder noch Platz für eine Person. Er sagte eine Person kann noch mit. Frage you are miss Mallek, ich bestätigte die Aussage. Er war mein bestelltes Taxi, anders wie in Las Vegas machen die hier Sammelfahren und keine Einzelfahrten. Gut das muss man wissen. Amerika ist eben anders. Er verlangte eine Kreditkarte, die ich ihm gab. Hier geht alles nur per Kreditkarte, Bargeld nahm er nicht. Dann fragte er ob ich nur den Preis 6$ oder auch Trinkgeld geben würde. Ich sagte den Preis + Trinkgeld, er fragte wieviel. Ich sagte 3$. Insgesamt werden mir 9$ per Kreditkarte abgebucht.

So dann habe ich noch einen Smalltalk mit den anderen Insassen, wobei ich mich erinnern kann, dass die auch mit im Flugzeug waren. Die beiden waren nett und sagten wir sollten mal South Dakota besuchen. Am Best Western angekommen, sagten Sie es wäre ein tolles Hotel und vorne vor dem Hotel bei Stellas Kitchen gäbe es das Beste Frühstück, ich solle unbedingt dort hingehen. Ich checkte im Hotel ein und war erstaunt, dass mich dort eine Nachricht von Ansgar erwartete. Ich befolgt die Anweisung, aber leider meldete sich in seinem Hotel nur der Service-AB. Ich versuchte es 3x und gab dann auf. Ich wollte noch duschen und würde Ansgar eine Nachricht per Facebook schreiben.

Nachdem ich geduscht und Haare gewaschen hatte, ging es mir besser. Diesen Tag habe ich auch überlebt und bin sogar dort, wo ich eigentlich hin sollte. Hätte ich nicht für möglich gehalten. In Deutschland habe ich noch nicht einmal geglaubt, dass ich nach Billings komme und dass Ansgar und ich uns hier treffen. Alles gut. Beruhigt gehe ich zu Bett und versuche zu schlafen. Dank der Antibiotika geht es meiner Erkältung auch wieder besser, aber es ist noch nicht weg. Gut das ich das Antibiotikum dabeihabe.

Gestern im Flugzeug habe ich gesehen, warum ich momentan so schlecht schlafe, der Vollmond stand ohne Wolken prächtig und groß am Himmel, okay also ist nicht der Zustand, sondern der Vollmond schuld.

Ich lege mich hin und schlafe ein…………

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