Kanaren: La Palma Bodega Tamanca

Der 8. Tag beginnt wie alle anderen Tage zuvor auch, obwohl es nun morgens hier bewölkt, somit angenehmer ist. Die Sonne kommt erst während oder gar nach dem Frühstück, dennoch ist es herrlich war. Allerdings sind inzwischen noch mehr Gäste angereist und die Hotelanlage ist beträchtlich voller als zuvor. Während wir beim Frühstück das Meer nur mit einem Auge beobachten, registriert das andere Auge das Treiben der Gäste an den Pools und Sonnenliegen. Kaum ein seltsames Paar das nicht seine Handtücher oder irgendwelche anderen Accessoires verwendet um „IHREN“ Platz an einem der vielen Pools zu reservieren. Das ist eine Unart die schon etwas nerven kann. Durchaus gibt es hier genug Pools sowie Liegen und es muss niemand reservieren, so mal dies ausdrücklich nicht gewünscht ist. Es gibt durchaus Hotels bei denen dies untersagt ist und alle herrenlosen Badetücher früh am Morgen einfach eingesammelt werden. Wer glaubt sich damit dennoch eine Liege reservieren zu können, der muss für ein neues Badetuch an der Rezeption die „Hosen runterlassen“ und sich als „illegaler Liegenreservierer“ outen. Hier sind sehr viele Briten und überall liegen britische Flaggen-Handtücher auf den Liegen. Das sieht vielleicht merkwürdig aus, somit kann man die Gäste schon fast identifizieren.

Ein anderes Thema ist „All-Inclusive“. Eigentlich mag ich das auch nicht, denn vielerorts graben die großen Hotels mit ihren „All-Inclusive“ Angeboten den umliegenden kleinen Bars und Restaurants das Wasser ab. Das ist auch der Grund warum wir auch bei dieser Reise nur Halb-Pension gebucht haben. Ein weiterer ganz persönlicher Grund ist meine Abscheu während der gesamten Reise immer und überall diese blöden Bändchen „All-Inclusive“ tragen zu müssen.

Aber hier gibt es nicht wirklich viele Restaurants in der Umgebung. Bis in den nächsten Ort fährt man etwa eine Viertelstunde lang in Serpentinen den Berg hinauf. Um die Fischerbuden von gestern zu besuchen ist man sogar mehr als eine Stunde unterwegs.

Beim Check-In hat sich die nette Dame zunächst etwas vertan und uns zwei dieser blauen Einweg-Plastikarmbändchen auf den Tresen gelegt. Ich wiedersprach der Dame und sagte, wir hätten nicht „All-Inclusive“ gebucht und HP (Halbpension).

Wir bekamen unseren Hotelausweis (braune Pappkarte) mit Namen, Unterschrift, Anreise- und Abreisetag sowie der Verpflegungskategorie. Diese Karte ist ganz praktisch, aber bezahlen müssen wir trotzdem alles was wir damit zu Essen oder zu Trinken bestellen.

Als „einfache Halb-Pensionäre“ überlegen wir natürlich auch heute wieder wo wir ein Mittagessen her bekommen. Wir haben ein kleines Italienisches Restaurant im Auge, etwas oberhalb von Los Llanos mit einer tollen Aussicht auf Berge und Meer. Doch als wir kurz vor Los Llanos wieder einmal an dieser sehr einladend wirkenden Bodega vorbeifahren, trete ich instinktiv auf die Bremse. Auf dem Parkplatz ist noch was frei und wenige Minuten später sitzen wir in einem urigen Weinkeller der schon seit mehr als 40 Jahren das Restaurant Bodegon Tamanca beherbergt. Die Kellner sind allesamt total auf Zack und super freundlich. Das Essen schmeckt auch wirklich gut. Ich bestelle mir eine Rinderleber vom Grill und bin gespannt, was ich bekomme. Als das Essen serviert wird, bin ich total begeistert. Die Leber ist gegrillt und super lecker und frisch, nicht trocken. Dazu gibt es kanarische Kartoffeln und einen Salat.



Weil die Kellner so nett sind und das Essen super gut war, ist es mir fünf Euro Trinkgeld wert. Und siehe da, der smarte Kellner zeigt uns sogar das gesamte Restaurant, schaltet Licht für uns ein und öffnet und tatsächlich den Keller in dem die gewaltigen Weinfässer stehen und der Wein gekeltert wird. Wir dürfen fotografieren so viel wir wollen und sollen nur später die Türe schließen. Während wir das Restaurant verlassen muss ich an die „Blau-Bänder“ denken die geizig an all ihren pauschal bezahlten Cocktails nuckeln, sie werden diese tolle Bodega wahrscheinlich niemals finden…


Nach dem Essen geht es weiter durch Los Llanos hinab in den Barranco de Taburiente und dann weiter in Richtung Nord-Westen. Unser Ziel ist ein kleiner Aussichtspunkt am nordwestlichen Zipfel der Insel.

Unterwegs finden wir diese Höhle (Wohnung?) was auch immer es ist, es ist urig. Ich steige nicht aus, aber Ansgar macht ein Foto, dass ich dann mit in meinen Blog einbinde.


Der Weg zu diesem Aussichtspunkt ist etwas abenteuerlich.



Gegen 17h machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Nach ein paar Kilometern zweigt links die LP111 ab. Diese Straße sieht sowohl auf der Karte als auch auf dem GPS nach einer kleinen Abkürzung aus. Allerdings ist die Nutzung für LKW mit mehr als 8t verboten. Das lässt auf eine niedliche kleine enge Straße schließen.

Als wir am Hotel eintreffen ist es schon fast 20h. Die Sonne steht tief und wir finden tatsächlich sofort einen freien Platz im Restaurant unter den vielen anderen Gästen. Wir essen entspannt zu Abend bei einem guten Wein. Mir schmeckt es hervorragend.



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