Kanaren: La Palma Tag 4

Wie an den Tagen zuvor schlafe ich relativ gut. Dennoch ist es viel zu warm. Morgens bin ich dann eher groggy, da ich einfach zu viel und zu lange schlafe.

Nach dem ausgiebigen Frühstück, das man hier zu sich nehmen kann, brechen wir dann dennoch auf in Richtung Los Llanos. Ansgar hat die kleine GoPro seitlich am Auto befestigt und los geht es. Eigentlich wollen wir über die westliche Seite hoch zum Observatorium fahren. Kurz hinter Los Llanos müssen wir dazu einen tiefen, aber tollen und recht beeindruckenden Barranco durchfahren. Ich habe die Karte auf den Knien liegen und schaue immer mal nach, ob wir noch richtig sind und wann es abgeht. Dennoch hält es sich hier mit den Straßen in Grenzen. Es gibt 4 Hauptstraßen (rot eingezeichnet LP1 – LP4), einige wenige Nebenstraßen (grün eingezeichnet, diese sind im hunderter Bereich z.B. L111) und wenige ganz kleine Ortsstraßen (gelb eingezeichnet), die man gar nicht fahren möchte, da sie sehr eng und unübersichtlich sind. Das ist schon alles.

Mit Unterstützung durch das GPS geht es recht zügig weiter. Wir fahren immer weiter auf der LP1 in Richtung Norden. An einer Gabelung geht es rechts ab auf die LP4 und etwas abenteuerlichen Pfaden bis hinauf zum Observatorium. Dort staunen wir nicht schlecht, dass es dort einen Schlagbaum gibt und dass ein Schild gleich daneben verkündet, dass hier gegen 20h am Abend Schluss ist! Danach gehören diese eindrucksvollen Hügel den Wissenschaftlern und Sternguckern und die wollen keine „Lichtverschmutzung“ durch Autoscheinwerfer – kann man ja auch verstehen…. Das Observatorium sieht aus wie eine kleine Mondlandschaft.

Am Roque de los Muchachos auf etwa 2.400 Metern angekommen, finden wir einen kleinen Parkplatz. Die Sonne brennt und ich setze mir meinen Hut auf, der mit wenigstens auf dem Kopf und dem Schulterbereich Schatten spendet, denn hier sind es satte 30°C. Ich creme mir das Gesicht und die Schultern mit Sonnencreme ein.

Nach einer kleinen Rast und dem Einziehen der Sonnencreme ziehe ich mir meiner Wanderschuhe an und mache mich auf zum nächsten Aussichtspunkt. Mit der Nikon D5100 bewaffnet setze ich mich in Marsch. Ansgar ist schon nicht mehr zu sehen. Nach einigen Metern auf der 1. Anhöhe sehe ich, es gibt sogar noch zweiten weiteren Aussichtspunkt. Dieser ist mir allerdings bei dieser Hitze zu weit und zu heftig im Ab- und wieder Aufstieg. Die Wege sind sehr gut befestigt und es geht auch mit meinem Gleichgewichtsorgan relativ gut auf diesen schmalen Wegen. Ich taumele zwar etwas, aber wenn ich langsam und bedacht gehe und auf den Weg schaue, dann geht es recht gut. Auf dem Aussichtspunkt angekommen, hat man einen gewaltigen Ausblick und Ansgar ist auch schon da.

In der Ferne kann man Teneriffa und den Pico del Teide sehen. Mit der D5100 versuche ich es einmal fest zu halten. Dennoch geht er fast völlig im Dunst unter.

(Foto von Ansgar)

Nach meiner kleinen Fotosession, einer kleinen Pause und etwas Wasser geht es zurück zum Auto. Dort finde ich noch ein paar witzige Krähen, die einen riesigen Radau machen und sich ungern fotografieren lassen wollen.

Gegen 17.00 Uhr verlassen wir das Areal wieder. Nicht weil wir alles fotografiert hätten, sondern weil es wegen der Hitze und der Sonneneinstrahlung einfach nicht mehr auszuhalten ist. Auch um diese Uhrzeit ist es noch unerträglich warm und es geht wenig Wind zur Abkühlung.

Für den Rückweg wählen wir die LP2, die uns hinab nach Santa Cruz im Osten der Insel führt. Trotz der Temperaturen ist die Insel erstaunlich grün und wunderschön. Es gibt tiefe Schluchten und Täler, um die man drum herum oder durchfahren kann.

Zurück im Hotel bin ich ziemlich erledigt und kann mir nur schwer vorstellen eine solche Mördertour täglich zu unternehmen.

So werden wir wohl in ein paar Tagen mit schwarz verkohlten Nasenspitzen und einer sehr überschaubaren fotografischen Ausbeute zurück kehren. Aber vielleicht sind wir im Gegenzug perfekt erholt und total relaxt – schauen wir mal. Morgen werden wir wohl einen faulen Tag am Pool verbringen und nicht wieder acht Stunden mit dem Auto durch nicht enden wollende Kurven fahren.

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