Strategien gegen Mobbing

Werden Sie von Arbeitskollegen schikaniert und ausgegrenzt? Ergreifen Sie die Initiative! Wie Sie sich gegen Mobbing wehren können und seriöse Hilfe finden

Frau schwimmt Wasser umgeben von Haifischen

Mobbing: Wenn der Job zum Haifischbecken wird

Vor Mobbing ist niemand gefeit, jeder kann zur Zielscheibe werden. Die Angriffe beginnen meist schleichend und laufen in mehreren Phasen ab. Daher ist es wichtig, aufkeimende Konflikte ernst zu nehmen und nicht die Augen davor zu verschließen. Dr. Peter Teuschel, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in München und Autor eines Mobbing-Buches, erklärt warum.

Wie soll ich mich bei Mobbing-Angriffen verhalten?

Werden Sie aktiv, bevor es zu spät ist! „Der größte Fehler, den Mobbing-Opfer machen, ist zu lange abzuwarten in der Hoffnung, dass sich die Dinge von selbst wieder einrenken“, warnen Experten. Darauf zu spekulieren, dass der Mobber nach Monaten oder gar Jahren das Interesse verliert, ist die schlechteste Taktik. In den meisten Fällen wird der Angreifer seine Attacken fortsetzen, bis er sein Ziel erreicht hat – nämlich sein Opfer von dessen Arbeitsplatz zu vertreiben. In 80 Prozent aller Fälle gelingt ihm das auch. Sprechen Sie daher Konflikte sofort an und signalisieren Sie, dass Sie weitere Schikanen nicht dulden.

Soll ich mich an einen Vorgesetzten wenden?

Sofern der Vorgesetzte nicht selbst der Mobber ist, informieren Sie ihn so bald wie möglich. Schließlich gehört es zu seinen Aufgaben, bei Konflikten zu vermitteln. Außerdem ist er verpflichtet, seine Mitarbeiter gegen eindeutig gesundheitsschädigende Aktivitäten zu schützen. Doch es gibt auch Fälle, in denen der Chef nicht der richtige Ansprechpartner ist. „In der Praxis ist es oftmals ernüchternd zu sehen, dass viele Chefs über wenig Aufgeklärtheit und Handlungswillen beim Thema Mobbing verfügen“, sagt der Experte. Mit Floskeln wie „man solle sich nicht so anstellen oder „nicht so empfindlich sein“, ist natürlich niemandem geholfen. An diesem Punkt ist klar, dass Sie sich woanders Unterstützung suchen müssen:

Was mache ich, wenn mir der Chef nicht hilft?

Mobbing steht immer für ein Machtungleichgewicht. Darum ist frühzeitige Hilfe so wichtig. Innerhalb der Firma können das Anlaufstellen wie etwa eine Personalvertretung, der Betriebsrat, ein vertrauter Kollege oder der Betriebsarzt sein. Darüber hinaus bieten manche Arbeitsstätten auch eigene Beratungs- und Hilfsangebote zur Konfliktlösung an – manchmal sogar speziell zur Unterstützung in Mobbing-Fällen. In der Regel sind die Mitarbeiter dieser Anlaufstellen umfassend ausgebildet.

Je mehr Menschen Ihnen gegen die Mobbing-Attacken beistehen, umso besser. Wählen Sie die Ansprechpartner genau aus, weil die Vorurteile gegen das Reizwort „Mobbing“ immer noch recht groß sind. Den Konflikt mittels einer Mediation zu lösen, geht übrigens nur sehr selten auf. Ziel des Mobbers ist ja letztlich nicht, einen Kompromiss zu finden, sondern sein Opfer loszuwerden.

Welche Hilfsangebote gibt es noch?

Auch fern des Arbeitsplatzes gibt es heute viele Anlaufstellen für Mobbing-Opfer. Kompetente Ansprechpartner finden Betroffene etwa bei Mobbing-Beratungsstellen oder gar beim Rechtsanwalt. „Sich an solche Stellen zu wenden lohnt sich in jedem Fall. Hier kann das Opfer sicher sein, auf Sachkenntnis und Verständnis zu stoßen“. Wer durch den Psychoterror bereits unter gesundheitlichen Störungen leidet, sollte unbedingt frühzeitig bei seinem Hausarzt und einem Therapeuten vorsprechen.

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Über ntschotschi

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Eine Antwort zu Strategien gegen Mobbing

  1. Gabi schreibt:

    So traurig es ja ist, dass es überhaupt notwendig ist, finde ich es aber gut, dass Du das Thema hier ansprichst.
    lg Gabi

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