Helmtestbericht

 Caberg V2R             Arai Astro       &     Shoei XR-1100

 

Früher wenn ich auf dem Motorrad mitgenommen wurde, dann hatte ich immer von allen möglichen Leuten einen Helm auf, der mir nicht wirklich passte. Seit ich den Motorad-führerschein habe, habe ich auch einen eigenen Helm 🙂 Somit bin ich nach Louis gefahren und habe mir für damals 50 DM einen Caberg gekauft. Dieser sah gut aus und war funktionell. Super. Den Nebeneffekt, dass ich nachdem ich den Helm abgenommen habe vom Geräusch her immer noch Moped fuhr, habe ich erfolgreich verdrängt. Jeder am Drüben Pütt erzählte mir, kauf dir doch mal einen vernünftigen Helm, so einen Arai oder so. Ich erkundigte mich, was solche Helme kosten. Uff, doch eine Menge Geld. Insgesamt fuhr ich meinen Caberg 4 Jahre.

Durch Zufall kam ich nach Düsseldorf zum Lagerverkauf von Polo. Dort wollte ich eigentlich den Arai Maverick zum Preis von 300€ kaufen. Leider hatten Sie den Helm nicht mehr in meiner Größe da. Ob nun S oder M, ich dachte der kleine Unterschied fällt nicht auf. Der Verkäufer erklärte mir den Unterschied. Er ist früher Rennen gefahren. Er zeigte mir einen Arai Astro, der mir passte. Ich fand diesen viel zu eng und bekam Platzangst und Panik unter dem Helm. Er erklärte mir, dass das sich geben würde. Ich glaube ihm. Da ich mit dem Motorrad in Düsseldorf war, fuhr ich den Helm Probe. Ich war so begeistert, dass ich meinen Caberg direkt zur Entsorgung da ließ und mit dem Arai nach Hause fuhr. Dieser Arai war ein Astro und ein Auslaufmodell, somit war auch er reduziert und kostete nur 430€. Ich wollte nie soviel Geld für einen Helm bezahlen, aber nun weiß ich warum ich sie bezahlt habe und ich habe sie gern bezahlt. Denn nun weiß ich was Fahrkomfort ist und warum alle soviel Geld für einen Araihelm bezahlen. Ich bin überglücklich mit meinem Arai. Viele sagen immer, einmal Arai immer Arai. Wir werden sehen, was dran ist, wenn ein neuer Helm ansteht. Klaus und viele andere am Drüben Pütt sind begeistert. Nach einer gewissen Zeit habe ich mir dann noch ein mittelgetöntes Visier mit einem Antibeschlagvisier gekauft. So unterm Helm mit Sonnenbrille, das hat immer Probleme gegeben. Wenn man dann mal schnell gefahren ist, drückte die Sonnenbrille auf die Augen. Alles funktioniert bestens.

Damit ich den Arai nicht immer hin und her transportieren muss, denn davon wird er auch nicht besser, wollte ich einen Zweithelm haben. Gesagt getan, ab zu Louis und Helme ansehen. Ich probierte einen Shoei XR-1100 Conquista, der gerade reduziert war. Mit getöntem Verlaufsvisier, welches super Spitze ist und irgendwie kein anderer Hersteller anbietet, nahm ich den Shoei für 480€ mit. Tolles Design, super Helm. Leider bin ich ihn noch nicht Probe gefahren, da ich das Motorrad nicht mit in Koblenz hatte. Am nächsten Tag stand die Heimreise mit der BMW an und somit gleichzeitig die Bewährungsprobe mit dem neuen Shoei. Ansgar wollte, dass ich meinen Arai in Bonn lasse. Ich hatte kein gutes Gefühl die weite Strecke mit einem neuen Helm, den ich noch nie gefahren bin und packte den Arai in den BMW-Koffer. Für alle Fälle wollte ich ihn dabei haben. Und ab ging die Post nach Hause. 140 Km Testfahrt/ Bewährungsprobe für den Shoei. Ich war skeptisch, da Dirk einen Shoei fährt und sagte nie wieder einen Shoei. mittlerweile fährt er einen Arai. Okay, aber eine Chance hat er verdient und ich bin um eine Erfahrung reicher. In der Bonner Stadt auf dem Weg zur Autobahn war alles gut, so wie es sein soll. Ich bin überglücklich mit dem Helm. Also ab auf die Autobahn. Auf der A59 bei etwas über 100 Km/h wurde ich dann wahnsinnig. Der Helm wird laut und fängt an im Fahrtwind zu wackeln. Ich bekomme Nackenschmerzen. Bis zur Tankstelle Schloss Röttgen sind es insgesamt 35 Km. Durchhalten. Ich fahre am Schloss Röttgen raus, da ich sowieso tanken muss. Dann steht der Helmwechsel an. Ich packe meinen Arai wieder aus und den Shoei ein. Der Rest der Fahrt verlief harmonisch wie ich es gewöhnt bin. Ruhig, geräuscharm und angenehm ohne Winddifferenzen. Diese Fahrt war das k.o. Kriterium für den Shoei XR-1100. Also am. Montag mit dem Moped zur Arbeit und den Shoei im Gepäck. In Essen bei Louis hat Andreas mir den Shoei ohne Probleme zurück genommen. Also geht die Suche nach einem Zweithelm weiter.

Irgendwann dachte ich mir, ich war doch früher mit dem Caberg so zufrieden. Also mal Ausschau halten. Wir fuhren nach Hein Gericke und schauten uns verschiedene Arai- und Carberghelme an. Irgendwie wollte ich jetzt für einen Zweithelm keine 800€ ausgeben. Soviel kostet zur Zeit ein neuer Arai. Ich habe ja einen und der Zweithelm kommt nicht oft und auch keine extrem weiten Strecken zum Einsatz. Da wir viel in Bonn fahren, wäre der Arai hier und der Zweithelm für ein Kafferündchen zum Pütt und kleinere Touren in Marl. Ich habe dann einen Caberg V2R gefunden. Toller Helm, ausklappbares getöntes Sonnenvisier, so wie beim Schubert S1 pro, und nicht teuer. Leider war der Helm nicht mehr in meiner Größe da. Somit fuhren wir unverrichteter Dinge. Ich recherchierte im Internet. Da gab es den Helm im Hein Gericke Onlineshop in tollen Farben und zu einem echt erstaunlichen Preis von 99€. Okay, den lasse ich mir kommen und schon ist die Bestellung abgeschickt. Einige Tage später ist der Helm dann da. Super er passt wie mein Arai. Er ist eng und ich bekomme Beklemmungen, aber das kenne ich ja von dem Arai und es sollte sich geben. somit ist klar, es ist die richtige Größe. Am Wochenende nehme ich den Helm mit und wir probieren ihn aus. Ab aufs Moped und los geht es. Super ich bin mit dem Caberg so zufrieden, wie mit meinem Arai. Auch auf der Autobahn hat er bestanden. Super ist auch bei den wechselnden Lichtverhältnissen dieses Jahr das Sonnenvisier zum runterklappen. Für den Preis einen zufriedenstellenden Zweithelm, super, so habe ich mir das vorgestellt. Der Shoei XR-1100 hat gegen den Caberg V2R im direkten Vergleich bei mir persönlich verloren. Von einem Helm in der Preisklasse erwarte ich ein besseres Preis-Leistungsverhältnis. Ich habe für einen Preis von fast 500€ zu viele Kompromisse eingehen müssen. Vor allem möchte ich keinen Gehörschutz tragen müssen, damit der Helm akzeptabel bleibt und nicht zu dem Preis. Das kann nicht sein. Mein Arai zum Beispiel hat etwas weniger gekostet und ich habe gar keine Kompromisse eingehen müssen. Der Caberg kostet viel weniger und ich gehe nur einen kleinen Kompromiss ein. Er ist einen kleinen Touch lauter als der Arai. Dennoch wir der bei hohen Geschwindigkeiten nicht so laut wie der Shoei und er bleibt im Fahrtwind ruhig. Die Lautstärke ist okay, man benötigt keinen Gehörschutz.

Ich weiss von dem Verkäufer bei Polo damals, dass egal welchen leisen Helm man kauft, dieser immer laut sein wird, wenn man auf dem Moped im Wind sitzt. Um das zu testen kann man vorn an die Scheibe Papierstreifen kleben mit Tesafilm und dann mal fahren. man sieht anhand der Streifen, wo der Wind ankommt. Ob auf dem Brustkorb oder frontal auf den Helm oder oben drüber weggeht. Sollte man so sitzen, dass der Wind direkt auf den Helm trifft, dann wird jeder leise Helm laut, so ist das nun mal und vielleicht hat man dann leider einfach nicht für sich das ideale Moped. Meine Mopeds und ich harmonieren super miteinander von der Sitzposition. Nun gut, ich bin jetzt auch nicht wie viele Jungs übermäßig groß, sondern habe für eine Frau eine normale Größe von 1,70 m.

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Über ntschotschi

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