Wochenende

Es ist Freitag und Wochenende. Ich freue mich. Die Woche war hart und ich bin müde. Ich habe aber mittlerweile die Rückstände, die durch meinen Urlaub entstanden sind, aufgearbeitet. Nun habe ich mir das Wochenende redlich verdient. Es soll ja ganz schön werden. Ich bin so k.o., dass ich sogar etwas eher Feierabend mache. So bekomme ich noch einen Zug eher nach Hause. Im Zug schlafe ich dann ein und ruhe mich aus. Gut ich werde rechtzeitig wieder wach. Wobei ich habe noch nie die Ausstiegsstation verpasst. So auch diesmal ich schlafe genau 15 – 20 Min. Also immer mindestens 1 Station vor dem Ausstieg. So ein Schlüsselschlaf ist doch genial, wenn man das kann. Ich komme ausgeruht und in neuer Frische zuhause an. So ziehe ich mich um und kann dann doch noch zum Stall. Eddy freut sich und kommt mir schon fast entgegen. Leider war er angebunden, so dass er nicht weg konnte. Langsam aber sicher hat er sich an mich gewöhnt. Als ich bei ihm bin, fängt er direkt an an mir herum zu knabbern. Das ist immer ein irrwitziges Gefühl. Wir entschließen uns heute wieder Schenkelweichen zu machen, diesmal aus dem Sattel. Mal sehen ob es klappt. Steffi hat Eddy soweit schon geputzt, so dass wir eigentlich nur noch satteln und Trensen müssen. Also satteln, Trensen und ab auf den Außenreitplatz. Das Schenkelweichen funktioniert zu meinem Erstaunen ganz gut. Jedenfalls auf der Schokoladenseite. Auf der anderen Seite lässt er sich nicht richtig stellen und somit weiß er mit den Hilfen nichts anzufangen und geht rückwärts statt seitwärts. Okay ich überlege kurz und steige ab. Auf dieser Seite werden wir das weiterhin am Boden üben, bis er es dort auch problemlos wie auf der schokoseite macht. Erstaunlicherweise hat er das vom Boden dann ganz schnell ganz sauber und auch nicht nur 2-3 Schritte, sondern eine Reitbahnlänge absolviert. Ich bin fasziniert. Letzte Woche meinte Moni noch bis zum Turnier sind es 7 Wochen, bis dahin kann er es. Ich verneinte dies, ich hätte nie gedacht, dass Eddy so schnell lernt. Nach fast einer Woche kann er es. Wir dürfen keine Gerte oder sonstige Hilfsmittel benutzen. So muss ich ihm noch beibringen “Seit” = seitlich gehen auf Körpersprache und auf Kommando zu gehen. Das geht mittlerweile auch schon ganz gut. Wir hören nach erfolgreicher Bodenarbeit auf. Schließlich möchte ich ihn nicht überfordern und auch nicht, dass er die Lust an der Bodenarbeit nicht verliert. Somit war es mal wieder ein erfolgreicher Freitag am Stall.

Am Freitagabend gönn ich mir den Sekt, den ich von Steffi bekommen habe. Er schmeckt lecker und ist mein Lieblingssekt “Freixenet” und ich habe an meinem Geburtstag gelernt, dass es diesen auch als Rose gibt. Als Rose schmeckt er noch besser. Ich plane meinen Samstag. Ich werde früh aufstehen, einiges im Haushalt erledigen und dann Moped fahren bis der Arzt kommt. Es sollen 25 Grad werden und ich will mich fit machen für die bevorstehende Saison. Ich beantworte noch einige Emails, bearbeite meinen Blog, habe mir noch Arbeit aus der Klinik mitgebracht, die ich anfange, da wir diese nächste Woche für die Jahresabschlussverrechnung benötigen. Dann früh zu Bett.

Samstag morgen: Als ich erwache scheint die Sonne. Es ist warm und doch erst 07.30 Uhr. Habe ich gut geschlafen. Langsam habe ich das Schlafdefizit aus Amerika wieder ausgeglichen. Ich bin fit, die Laune ist gut und ich lege los. Während der Kaffee kocht und sich der Duft in der Wohnung verbreitet, stelle ich die Waschmaschine an.  Lege mir die Motorradklamotten zurecht und freu mich. Ab unter die Dusche und dann Kaffee. Der Kaffee tut gut. Nun sind die ersten Maschinen Wäsche fertig. Ich hänge diese in die Sonne. Die Betten habe ich auch schnell noch abgezogen. Ich liebe es wenn die Bettwäsche in der Sonne trocknet und dann abends frisch aus dem Wind aufs Bett kommt.

So wird es heute Abends sein, herrlich. Dann kommt die SMS von Carsten, er ist um 11.00 Uhr hier. Das passt mir ganz gut. Ich werfe mich in meine Sachen und fahre zur Garage, dass Moped holen. Sie sprang sofort an Smiley Ich grinse. Auf meine kleine ist eben Verlass trotz des Alters. Ich fahre zur Tankstelle, Volltanken und Luft prüfen. Die Luft habe ich letztes WE nicht geprüft, da ich nur einen Kaffee trinken gefahren bin. Dennoch hat sie sich komisch verhalten. Es ist eine längere Ausfahrt geplant, also Luft prüfen. Ich bin erstaunt. Sie hat 6 Monate gestanden und auf jedem Reifen sind nur noch 2 bar. Okay, also Luft drauf. Jetzt weiß ich warum sie so komisch war. Ich fahre vorn 2,3 – 2,5 bar und hinten 2,7 – 2,9 bar je nach Belastung.

So nun liegt sie besser und schwimmt nicht mehr so. Also es kann losgehen. Carsten steht auch pünktlich vor der Tür. Wir fahren eine tolle Strecke nach Münster. Carsten bekommt dort einen neuen Hinterreifen von einem Bekannten aufgezogen. Während ich so hinter ihm herfahre, denke ich noch, wo braucht der denn einen neuen Hinterreifen. Eigentlich sieht der alte noch ganz gut aus. Seitlich ist kein Problem aber wenn er angehalten wird und je nach Polizist könnte es Probleme geben. Er ist grenzwertig, aber ich als auch der Bekannte denken, also 1000 km würde der Reifen noch machen. Wobei was sind 1000 km? Gut der alte kommt runter und der neue Reifen drauf. Und weiter geht die Reise. Wir fahren so schön durch eine Kurve und kurz hinter der Kurve überqueren 2 Radfahrer die Straße. Der Mann ist schon rüber. Carsten bremst. Die Frau steht auf der Fahrbahn, überlegt, weiter oder zurück. Sie entscheidet sich für zurück. Schiebt das Fahrrad von der Bahn und wartet. Wir hatten Glück, wir waren nicht zu schnell und wir hatten keinen Gegenverkehr. Wenn Carsten da zu schnell gefahren wäre, dann hätte er die Frau voll erwischt. Ausweichen konnte er ja auch nicht, da man nicht weiß, was macht Sie, wo will Sie hin? Jedenfalls ging es glimpfig ab. Wir krusen weiter durchs Münsterland und halten später an einer kleinen Eisdiele an. Wir unterhalten uns über diesen Vorfall. Es sind an solchen schönen Tagen einfach die ganzen Wahnsinnigen unterwegs. Die dem langen Winter entfliehen wollen. Wir haben auch viele Radfahrer getroffen, die nebeneinander auf der Straße fahren und gar nicht daran denken Platz zu machen und Rücksicht zu nehmen. Wir lassen einfach mal Vorsicht walten und gleiten über die Straßen langsam und angepasst. Ich möchte nicht bei meiner ersten Ausfahrt nicht mehr nach Hause zurück kommen, ich glaube Carsten auch nicht. Carsten und ich sind vor 2 Jahren letztes mal zusammen gefahren. Letztes Jahr als er mit Ansgar und mir und den anderen wie Marcus etc. mitfahren sollte, konnte er leider nicht. So vergehen dann die Jahre, in denen man sich nicht sieht.

Die Tour durchs Münsterland ist super schön, es ist warm und die Sonne scheint. Toll. Als wir zurück sind in Haltern, merke ich ich bin k.o. Es ist schon anstrengend und man muss sich erst wieder an diese Belastung gewöhnen. Man überschätzt sich am Anfang immer schnell und freut sich so, dass man die Anstrengung und damit verbundene Müdigkeit überschätzt. Also mir haben die 250 Km heute gereicht. Ich entschließe mich nach einem Kaffee nach Hause zu fahren. Der Treff ist voll wie immer, dennoch niemand da, den ich kenn. Kurz bevor ich fahre treffe ich noch einige. Ein kurzes Hallo dann aber los, sonst versackt man dort.

Also ab nach Hause. Ich muss ja noch einkaufen, die Wäsche abnehmen und mir dann mal etwas zum Essen machen, da ich heute noch nichts gegessen habe. Ich werde mir einen schönen gemischten Salat mit einem Steak machen. Das ist eine gute Idee und hört sich gut an. Dazu ein Glas Rotwein. Lecker. Diese Rezepte findet Ihr in Zukunft auf meiner Blogseite “Schlemmerecke”. Abends auf der Couch bin ich dann groggy. Heute werde ich früh  zu Bett gehen, mir fallen schon im Sitzen die Augen zu. Ich schlafe hervorragend.

Es ist Sonntag morgen, ich werde wach. Ich bin früh wach. Ich höre an den vorbeifahrenden Autos, dass es draußen nass ist. Es muss geregnet haben und richtig hell ist es auch nicht. Es ist diesig, neblig? Ich stehe auf, ein Blick aus dem Fenster zeigt ich habe recht. Erst einmal duschen, danach Kaffee. Ich habe hier ja auch noch genug zu tun und schaue mal ob ich es heute zum Stall schaffe. Es soll immer wieder über den Tag verteilt regnen, dennoch soll es herrlich warm sein. Mal sehen was es heute noch so gibt. Also bis bald, ich muss nun mal loslegen………………………..

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Über ntschotschi

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