28.04.2010 Peek-a-b-oo Canyon

Heute werde ich nicht viel schreiben könne. Der Tag begann heute morgen ganz normal. Wir standen gegen 8 Uhr auf, machten uns fertig und gingen in dem neu eröffneten Restaurant des Circle D Motel´s frühstücken. Da das Essen dort bereits einen genialen Eindruck hinterlassen hatte, versuchten wir es auch mit dem Frühstück. Genial. Ein Omelette aus 3 Eiern, gefüllt mit Pilsen, Gemüse und Zwiebeln. Dazu Hash Browns, Toast und frisches Obst. Toll. Kaffee und Wasser gab es natürlich auch. Der richtige Start in den Tag. Also die Omelette waren genial. Danach holten wir die Leiter für den Peek-a-b-oo Canyon und los ging es.

Der Abstieg in den Canyon war gut, schnell und kurz. Zu meinem Erstaunen. Ich hatte mit einem langen beschwerlichen Weg gerechnet. Aber dies sollte noch kommen. Also wir waren da, mit der Leiter ging es auch ab in den Canyon. Gut das wir die Leiter hatten, die erleichterte uns ungemein den Einstieg in ca. 3 Metern höhe. Oben angekommen, saß dort eine Frau, die malte ein Bild vom Canyon. Okay dachte ich. Sie wartete auf den Anhang, bis dieser zu ihr zurück kehrte. Wir machten unsere Fotos und wanderten weiter Richtung Canyon einwärts. Die Bilder sind toll. Es zog Sturm auf (der nächste Sandsturm in unserem Urlaub) aber das waren wir ja gewöhnt von Page und dem Upper Antilope Canyon. Es regnete wie immer nur Sand. Jedoch im Peek-a-b-oo hielt es sich in Grenzen. Wir kletterten wie die Äffchen durch den Canyon. Also heftig war das schon. Dann am Ende des Canyon wurde dieser so schmal, dass ich das erste mal Panik mit meiner Platzangst bekam. Ich fing an hektisch zu werden und war kurz vorm Hyperventilieren. Mit der Leiter kletterte ich oben aus dem Canyon raus. Nahm die Rucksäcke entgegen und brachte sie zum Ende des Canyons, dass nur ca. 50 Meter weiter war. Aber mir wurde es zu eng da drin. Okay das hatte ich geschafft. Alles in Ordnung. Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es weiter in den Spooky Slot Canyon. Irgendwie sollten wir am Ende des Peekaboo nur rechts abbiegen, dann sollte der Spooky folgen, doch irgendwie hat das nicht funktioniert. Also machten wir einen Wüstenmarsch nach GPS in die ungefähre Richtung. Wir kletterten eine Hang hinauf und auf der anderen Seite wieder runter. Alles durch tiefen Sand. Wer in Amerika die Sehenswürdigkeiten sehen möchte sollte wissen, alle liegen in einer Wüste. Man durchquert eine Menge Steine, Hänge hinauf und wieder runter, durch tiefen Sand stapfen und man ist ziemlich allein in der Wüste. Man sollte gut trainiert sein und nicht unvorbereitet solche Touren machen. Ich habe das ganze unterschätzt. Also weiter im Text (das vorherige war nur eine Info und Warnung) wir durchquerten also tiefen Sand. Dieser macht einem ganz schön zu schaffen. Dann kamen wir an einen Canyon, leider war es nicht der, den wir suchten. Also weiter. Ich am Ende meiner Kräfte aber wir waren lange noch nicht am Ziel. Dann war es soweit. Meine Kräfte waren am Ende, meine Beine versagten den Dienst, ich brach im Wüstensand zusammen. Ich konnte nicht mehr. Ich war total entkräftet. Konnte nicht mehr aufstehen und blieb liegen. Ich wollte wirklich nur noch hier liegen und sterben. Es war heiß und überall nichts als Sand. Ich hasste den Sand. Er machte das Laufen so unerträglich. Irgendwann kam Ansgar zurück, nachdem er seinen Rucksack abgelegt hatte und holte mich. Er nahm mir den Rucksack ab und half mir auf die Beine, stützte mich. Ich brach nach ca. 3 Metern neben ihm wieder zusammen. Ich war am Ende und unendlich weit weg vom Auto. Es half alles nichts irgendwie musste ich ja schließlich zurück und dann dieser extreme Aufstieg zum Auto. Daran wollte ich jetzt gar nicht denken. Okay wir machten Pause. Ich trank Wasser und erholte mich etwas. Ansgar meinte  ich solle Kraft sammeln. Ich erwiderte Kraft sammeln? Ich habe nicht mal Reserven. Der war gut. Okay nach der Pause ging es weiter. Wir erreichten den Spooky Slot Canyon. Dort regnete es förmlich Sand. Der Sandsturm war in vollem Gange. Ich suchte mir eine Höhle in der ich Schutz fand. Ansgar erkundete den Canyon. Vom letzen Jahr bis jetzt sind wohl Felsblöcke in den Canyon gefallen, die das Laufen durch den Canyon unmöglich machten. Man kletterte oder man robbte unten drunter durch. Alles keine tollen Aussichten, so mal es so eng wurde, dass man kaum durch passte. Ansgar kam zurück. Wir erkundeten kurz den Canyon bis es mir zu eng wurde. Dann zurück zum Gepäck. Fotografieren war nicht möglich, dafür regnete es zu viel Sand. Keiner wollte seine Kamera ruinieren. Also nach einer kurzen Pause der Aufbruch zurück zum Auto. Bis wir auf dem eigentlichen Trail waren, verging auch noch einige Zeit. Dann standen wir vor dem extremen Aufstieg. Ich wollte gar nicht daran denken. Aber es musste ja sein, schließlich wollte ich unter die Dusche. Ich hatte überall Sand, ich wüsste keine Stelle, wo keiner war. Für den Aufstieg nahm ich noch einmal alles zusammen. Als wir über die Hälfte geschafft hatten, hat uns eine heftige Sandsturmböhe fast vom Felsen geweht. Wir konnten uns kaum halten. Der Sand peitschte im Gesicht und auf der Haut. Es tat richtig weh. Vorbei, okay nun den Rest. Wir waren am Auto und heil froh. Ich jedenfalls. Ab ins Auto und zurück.

Auf dem Rückweg machten wir noch kurz Rast an Devils Garden. Die Figuren sind echt schön, aber wir brauchten nicht aussteigen. Hier blies der Wind so heftig, das hatte man im Auto gar nicht bemerkt. Also umdrehen und weiter. Der nächste Abzweig galt dem Vulkan von Escalante. Ansgar wollte sehen, ob die Straße befahrbar ist. Bis kurz vor dem Ziel war sie auch befahrbar und repariert. Letztes Jahr fehlten wohl Straßensegmente. Straße ist jetzt auch übertrieben.Ihr dürft Euch diese Straßen nicht so vorstellen wie bei uns. Sie sind nicht asphaltiert sondern einfach nur aus Sand und wenn überhaupt aus Schotter. Ich glaube wer das nicht kennt kann sich das nicht vorstellen. Ich hab solche “Straßen” vorher noch nie gesehen und in Deutschland gibt es diese Straßen noch nicht einmal als Feldwege. Das sind hier ganz offizielle Straßen. Okay, ich bekam Angst. Denn manchmal war der Sand so hoch, dass wir fast stecken geblieben sind. Wir haben keine Schaufel nichts dabei und das mitten in der Walachei, wo vielleicht in 5 Tagen mal jemand zufällig vorbei kam. Ich wollte hier nicht feststecken. Gut dann das Ende wir drehten um. Der Vulkan war nur noch zu Fuß erreichbar. Der Rest der Sandpiste war so tief zugeschüttet mit Sand, dass wir darin stecken geblieben wären. Langsam bekam ich Kopfschmerzen, ich war total fertig, überanstrengt dann noch die Angst. Als wir zurück auf der Straße waren schlief ich kurz ein.

Nur noch duschen, Essen ab ins Bett. Als wir am Motel waren, bin ich direkt unter die Dusche. Danach Ansgar. Wir zogen uns um und gingen ins Restaurant. Ich freute mich doch so auf meine Buscetta und meine Fettuschini Alfredo. Wir bestellten also 1 Flasche Fetzer, 1x Buscetta für 2 und 2x Fettuschini Alfredo. Wow. Alles ein Traum. Total lecker. Ich glaube der Koch ist Italiener. Wenn ich nicht wüsste ich bin in Amerika, würde ich behaupten ich bin in Italien. Erstklassig italienisches Essen. Dann noch 2 Espresso. Die sind erst recht genial. Dieses Essen habe wir uns verdient nach diesem Tag. Ich bezahlte 50$ und wir gingen. Ich war total betrunken und musste mich erst einmal 30 Min aufs Bett legen und ausruhen. Dann ging es wieder. So nun schnell den Blog schreiben, die Bilder (sind nur wenige, da wir mehr nicht machen konnten) hochladen und dann ab ins Bett. Ich habe mir mittlerweile 2 Kopfschmerztabletten eingeworfen. Ich werde schlafen wie ein Stein. Gute Nacht bis morgen, hoffe dann geht es mir wieder besser. Ich sehe im übrigen nach den vielen Tagen in der Wüste schon aus wie ein Stück Schokolade. Ich bin gut dunkel geworden. Hoffe ich bekomme bei der Ausreise keine Probleme, dass die denken ich wäre eine Indianerin mit Deutschem Pass 🙂

   

 

Advertisements

Über ntschotschi

Weitere Informationen sind auf den verschiedenen Side´s im Blog unter der jeweiligen Überschrift zu finden & viele verschieden Bilder gibt es unter: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1439442 http://www.flickr.com/photos/58635682@N05 Über Kommentare sowie Feedbacks, Anregungen & auch offene und ehrliche Kritik würde ich mich sehr freuen. Also auf geht es zum stöbern & ich wünsche Euch viel Spaß
Dieser Beitrag wurde unter Hobbys, Reisen abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu 28.04.2010 Peek-a-b-oo Canyon

  1. Ansgar schreibt:

    Ja, da bin ich wirklich gespannt, was wir morgen schönes anstellen werden 🙂

Und wie siehst du das?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s